In
unserem Fall hier rechts, eine exklusives Haus im
Rhein-Erft-Kreis, tendierte der Eigentümer zu dieser
augenscheinlich günstigen Alternative. Für knapp 5.000 Euro
(so viel hätte bereits das Material für eine Neu-Eindeckung
gekostet) wurde das sehr schöne Krüppelwalmdach mit großer
Gaube (Ochsenauge) bei zu hohen Tagestemperaturen von dieser
"Spezialfirma" rot glasiert.
Der
Verkäufer versprach sich hiervon weniger Arbeitsaufwand, denn
ein mal jährlich hatte er das Dach von Moos und
Schimmelbefall selbst befreit, ebenfalls mit Hilfe eines
Dampfstrahlgerätes gereinigt.
Er war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, denn das Dach strahlte
wieder in schönstem Rot. Einige Wochen vergingen und es
zeigten sich die ersten gelben Flecken am Dach. Er rief den
Unternehmer an und dieser versprach zu kommen um sich das
Problem anzusehen. Er kam jedoch nie. Ein halbes Jahr verging
und das ursprünglich rote Dach war fast komplett in gelb,
allerdings nur die sonnige Südseite. Da der Unternehmer nicht
kam, wurde er angemahnt, der Verkäufer zog vor Gericht. Er
bekam Recht. Doch: Der Unternehmer meldete Insolvenz an, war
zahlungsunfähig, der Hauseigentümer war mit dem Problem
wieder alleine.
Nun
steht er wieder vor der Wahl der Neu-Eindeckung oder nochmals
zu glasieren, bzw. das Dach einfach so zu lassen wie es ist:
Vorne gelb, hinten rot. Mit dem roten Klinker harmoniert das
natürlich nicht. Außerdem sind auch die äußeren Ortgänge
und Stellen wie am Kamin, dort wo keine Sonne hin kommt, immer
noch rot und nicht gelb.
Denny
Sagel warnt: Wer auf diese Art Geld sparen möchte, spart
am falschen Ende. Er hat zwar erst mal eine schöne neue
Farbe. Doch letztendlich ist es immer noch das alte Dach,
welches evtl. sogar durch die Arbeiten beschädigt wurde. Auch
wenn es in diesem Fall ein Extrembeispiel ist, hörten wir
auch von vielen anderen, die sich darauf eingelassen haben,
dass die hübsche Farbwirkung schon nach wenigen Jahren
verbleicht. Es ist also nichts gewonnen worden.
Bitte sprechen Sie mit uns bevor Sie einen Schritt tun, den
Sie später bereuen.
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